Das Eingewöhnungskonzept

Um das Kind in seiner Entwicklung nicht zu beeinträchtigen hat die Eingewöhnungszeit in unserer Kindertagesstätte einen sehr hohen Stellenwert. Kinder benötigen sichere, emotionale Bindungen um auf Neues, Fremdes offen und neugierig zugehen zu können. Die Eltern-Kind Bindung ist gerade in den ersten Lebensjahren besonders eng. Kinder benötigen deshalb während der Eingewöhnung in eine Kindergruppe die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson.

Aber nicht nur Kleinstkinder (Aufnahme von zweijährigen Kindern in Kindertagesstättengruppen und Aufnahme von Kindern im Alter von 4 Monaten bis zwei Jahren in altersgemischten Gruppen) benötigen diese Sicherheit, auch das Kindergartenkind braucht die Unterstützung seiner Eltern beim Eintritt in die Kindertagesstätte.

Deshalb muss in unserer Einrichtung, grundsätzlich jedes Elternteil so lange am Gruppengeschehen teilnehmen, wie das Kind die Sicherheit und Unterstützung durch seine primäre Bezugsperson benötigt. Unser Eingewöhnungskonzept gilt folglich für alle Kinder. Jedoch erfordert die Aufnahme von Kleinstkindern  von allen Beteiligten eine gute Vorbereitung, ausreichend Zeit, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Kontinuität.

Eine gute Beobachtungsgabe, Feinfühligkeit, Einfühlungsvermögen und Kompetenzen von Seiten der Erzieher/Innen, sind ebenfalls notwendig.

Bei der Anmeldung der Kinder in der Einrichtung wird den Eltern bereits erläutert, dass wir die Eingewöhnungszeit im Aufnahmegespräch gemeinsam mit der Erzieherin der Gruppe, die das Kind in dieser Phase begleitet, abstimmen. Eltern von Krippekindern erfahren hier, dass sie mindestens je nach Alter und der angestrebten Betreuungszeit des Kindes eine Eingewöhnungszeit von bis zu sechs Wochen einplanen müssen.

Eltern von Kindergartenkindern erfahren in diesem Gespräch ebenfalls, dass es für die positive Entwicklung ihrer Kinder wichtig und notwendig ist, dass sie ihr Kind in der ersten Zeit begleiten und während dieser Phase zunächst eine Erzieherin Ansprechpartner und Bezugsperson ist.

Ablauf einer Eingewöhnung

Während den ersten Tagen der Eingewöhnung beobachtet die Erzieherin das Kind sehr gezielt um es kennen zu lernen. Sie versucht in Kontakt zu dem Kind zu treten, mit ihm zu spielen, zu sprechen, es zu halten (mit Blickkontakt zur primären Bezugsperson Mutter/Vater).

Erst  wenn das Kind Interesse an der Erzieherin zeigt, darf die Mutter oder der Vater sich aus dem Gruppenraum entfernen. Dabei teilt sie dem Kind mit, dass sie kurz den Gruppenraum verlässt.

Wenn das Kind akzeptiert, dass seine Bezugsperson für einige Zeit nicht anwesend ist und es auf die Erzieherin zugeht, erhöhen wir den Zeitrahmen in dem die primäre Bezugsperson nicht am Gruppengeschehen teilnimmt. Während dieser Zeit sollten die Eltern sich in der KiTa. aufhalten oder aber schnell für uns erreichbar sein.

Jedes Kind ist unterschiedlich und hat seine eigenen Gewohnheiten und Erfahrungen die uns nur die Eltern mitteilen können. Wir sind hier auf die Unterstützung und Hilfe von Mutter/Vater angewiesen.

Krippekinder können noch nicht sprechen, deshalb ist es von enormer Wichtigkeit das Kind durch seine Gestik und Mimik kennen zu lernen. Denn nur so ist es der Erzieherin möglich auf die Signale, Wünsche und Bedürfnisse der Kinder richtig reagieren zu können. Die Mutter/Vater zeigt der Erzieherin in dieser Eingewöhnungsphase z.B. wie sie das Kind halten soll, wie sie es wickeln soll, wie sie ihm die Flasche geben soll und wie sie es zu Bett legen soll.

Erst wenn das Kind es schafft über den verabredeten Zeitraum ohne seine Bezugsperson Vater/Mutter am Gruppengeschehen teilzunehmen und es die Hilfestellung und Unterstützung der Erzieherin annimmt, das bedeutet sich von ihr in Konflikt- und Problemsituationen trösten und beruhigen lässt, ist die Eingewöhnung abgeschlossen.

 

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