Kleine und große altersgemischte Gruppen

Um ein bedarfsgerechtes Angebot für Familien mit Kindern unter drei Jahren (Krippe) und über 6 Jahren (Hort) zu haben, wurde von Seiten des Trägers und der Kindertagesstätte die Einrichtung von kleinen und großen  altersgemischten Gruppen befürwortet.

In den kleinen altersgemischten Gruppen sind in unserer Kindertagesstätte drei, Vollzeit beschäftigte, pädagogische Fachkräfte eingesetzt. Diese personelle Besetzung ist bei einer Öffnungszeit von täglich 9,45 Stunden notwendig, um auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Krippekinder gezielt eingehen zu können.

Die kleinen altersgemischten Gruppen ermöglichen Kontinuität, da die Kinder mehrere Jahre in einer ihnen vertrauten Umgebung bleiben können. Denn aufgrund der Gruppenstruktur bleiben die Kinder bis zum Schuleintritt in ihrer Gruppe und somit bei ihren Bezugspersonen. Ein Wechsel von Krippe zum Kindergarten, vom Kindergarten zum Hort ist nicht mehr nötig. Sie können dauerhafte Beziehungen zu den Erzieherinnen und den Kindern entwickeln.

Ähnlich wie in einer Familie hat das Kind hier seine festen Bezugspersonen und Spielkameraden, die es begleiten, unterstützen und auf zukünftige Lebenssituationen vorbereiten. Diese Gruppen sind besonders sinnvoll für Familien mit einem Kind, da die Einzelkinder hier ähnlich wie in einer Familie Geschwistererfahrungen sammeln.

Das soziale Miteinander hat in diesen Gruppen einen sehr hohen Stellenwert. Die Kleinkinder, die alleine noch nicht in der Lage sind, Spielgruppen zu bilden, können zeitweise an denen der älteren Kinder teilnehmen und kommen so schon früh zum gemeinsamen Spiel. Durch das Vorbild und die Identifikation mit den älteren Kindern lernen die jüngeren Kinder dabei gewisse Regeln des sozialen Miteinanders selbstverständlicher, als wenn der Erwachsene stets unterstützend aktiv werden muß.

Die Großen akzeptieren und respektieren die Bedürfnisse und Wünsche der Kleinen. Sie geben ihnen Hilfestellung und Unterstützung, ihr Verantwortungsbewusstsein wächst und somit ihre Selbständigkeit und Persönlichkeit. Sie tragen im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Verantwortung für die kleineren Kinder mit.

In den großen altersgemischten Gruppen werden unsere Hortkinder betreut. Die Kinder die eingeschult werden, haben die Möglichkeit nach der Schule zurück in die Kindertagesstätte zu kommen. In der Regel bleiben die Kinder dann bis Ende der Grundschulzeit in ihren Gruppen. Da diese Gruppen höchstens acht Schulkinder aufnehmen, kann hier sehr individuell auf die Bedürfnisse, Interessen und Wünsche der  Kinder eingegangen werden.

Ähnlich wie in der Familie, wird in diesen Gruppen,  neben den Anforderungen der Schule, Wert auf die sozialen Kompetenzen der Kinder gelegt. Im täglichen Miteinander lernen die Kinder sehr viel von einander. Sie stellen für die jüngeren Kinder ein großes Vorbild dar, sie geben diesen gerne Hilfestellungen und lernen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Die Hortkinder bereichern durch ihren Entwicklungsstand und die damit verbundenen Fähigkeiten und Kompetenzen, dass gesamte Gruppengeschehen positiv. Gerne lesen sie Geschichten vor, übernehmen kleinere Aufträge und  bringen ihre Erfahrungen und Ideen mit ein.

Der Tagesablauf für ein Schulkind sieht in unserer Kindertagesstätte folgendermaßen aus:

Die Hortkinder kommen nach Unterrichtsschluss, in der Regel mit den örtlichen Bussen, in unsere Kindertagesstätte. Hier ist es wichtig, dass die Kinder von einer Erzieherin/Bezugsperson begrüßt werden. Denn die Kinder haben das Bedürfnis, ähnlich wie in der Familie, ihre Freuden, ihre Gefühle, ihre Erlebnisse und Erfahrungen vom Vormittag jemanden Vertrauten mitzuteilen. Raum und Zeit geben wir hier den Kindern beim anschließenden Mittagessen. Sie essen mit ihrer Bezugeserzieherin gemeinsam, je nach ihren Bedürfnissen in der Kinderküche oder aber auch im Gruppenraum bei den jüngeren Kindern der Gruppe.

Nach dem Mittagessen haben die Kinder die Gelegenheit ihre Hausaufgaben zu erledigen und erhalten hier die Begleitung die sie benötigen. Ziel ist es das die Kinder langfristig mit den Aufgabenstellungen der Schule zurechtkommen. Sobald wir beobachten, dass ein Kind Schwierigkeiten bei der Erledigung der Hausaufgaben hat, sprechen wir mit den Eltern und mit deren Einverständnis mit der jeweiligen Klassenlehrerin.

Im Anschluss an die Hausaufgaben beginnt für die Hortkinder die Freispiel -phase. Sie nehmen wieder am Gruppengeschehen teil, d.h., sie haben die Möglichkeit sich an Projekten und Aktivitäten der Gruppe zu beteiligen. Die Kinder dürfen sich Freunde in unsere Kindertagesstätte einladen, spielen draußen, besuchen das Haus der Jugend und vieles mehr.

In den Schulferien kommen die Kinder den ganzen Tag in die Kindertagesstätte. Während dieser Zeit findet immer an einem Tag, ein Tagesausflug nur mit den Hortkindern statt.

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