Bildungs – und Lernangebote

Für die Kinder sind es spannende Geschichten, schöne Lieder, Ausgänge, Matschen, Kleistern, Schneiden, Malen, Spiele usw. Den Lerneffekt erleben die Kinder dabei nicht bewusst. Daran denken die pädagogischen Fachkräfte, wenn sie unter einem thematischen Schwerpunkt Medien und mögliche Aktivitäten zusammenstellen.

Die Angebote müssen wegen des unterschiedlichen Entwicklungsstandes der Kinder unterschiedlich und vielseitig sein. In unserer Erziehungspraxis spielen folgende verschiedene Bereiche eine wichtige Rolle.

 

01.   Soziales

02.   Emotionales

03.  Sinne/Wahrnehmung

04.  Kreativität und Phantasie

05.  Sprache

06.  Denken

07.  Körper und Bewegung

08.  Natur und Welt

09.  Kultur, Religion und Brauchtum

10.  Mathematik/Naturwissenschaft

 

Diese Bereiche werden bei allen Themen und bei sämtlichem pädagogischen Handeln berücksichtigt. In unserer Arbeit mit den Kindern kommen immer nur solche Themen in Betracht, die gleich ob von Kindern, Eltern oder Erzieherinnen eingebracht, der Prüfung standhalten müssen, ob sie im Leben der Kinder und deren Zukunft Bedeutung haben.

 

Äusserungen von Kindern die zu Themen führen:

 

„Guck mal, die Wolken ziehen ganz schnell.“

„Wir fliegen jetzt durchs Internet.“

„Das ist unser Haus, wir waren zuerst hier!“

„Wenn ich groß bin werde ich Bauer.“

„Ich mußte Rita eine schlagen, die hat mir

doch mein Spiel weggenommen.“

 

 

Gemeinsam ausgearbeitet werden vier Grundlagen:

 

1.      Das Thema für alle Gruppen auf Hausebene.

2.      Die Bedeutung des Themas für Kinder und Erwachsene.

3.      Die Ziele, die mit dem Thema verfolgt werden und

        der Zusammenhang mit den Grundzielen der Einrichtung.

4.      Mögliche Angebote und Aktivitäten an die Kinder.

 

 

Diese Ausarbeitung und Planung veröffentlichen wir in Elternbriefen. Die Mitarbeiterinnen jeder Gruppe besprechen von Woche zu Woche wie sie das Thema weiter bearbeiten und notieren auf einer Pinnwand vor der Gruppe die geplanten Aktivitäten und Angebote.

 

In der Regel sind es mehrere unterschiedliche Aktivitäten, Angebote, die, wie schon erwähnt, nicht immer an alle in der Gruppe gerichtet werden. Der zeitliche Rahmen eines Themas richtet sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder (6 bis 8 Monate und länger).

 

Ziele der pädagogischen Fachkräfte

Der Auftrag Erziehung, Bildung und Gemeinschaftsförderung bedeutet für uns Erzieherinnen, dass wir unsere pädagogische Arbeit begründen, sie kritisch reflektieren und Inhalte, die wir vermitteln, gezielt auswählen. Da wir eine familienergänzende Institution sind, ist es selbstverständlich, dass wir auf die Bedürfnisse unserer Familien (Lebenssituationen, gesellschaftliche Veränderungen), soweit es uns möglich ist, reagieren.

Die Bedürfnisse und Lebenssituationen der Kinder werden bei sämtlichen Planungen und Zielsetzungen in unsere pädagogische Arbeit mit einbezogen. Die folgenden Ausführungen verdeutlichen, auf welche konkreten Ziele und Werte wir uns verständigt haben.

In unserer Erziehungspraxis spielt der Begriff Selbständigkeit eine zentrale Rolle. Um Beziehungen eingehen zu können, ist es wichtig, das der Mensch lernt, selbständig zu fühlen und seine Gefühle auszudrücken. Kinder können nur dann Selbstbewusstsein entwickeln, wenn sie sich als einmalige Persönlichkeit in der Abgrenzung zu anderen wahrnehmen. Sie nehmen sich im Leben nur dann etwas vor, wenn sie selbständig handeln, denken und urteilen können.

Die Persönlichkeitsförderung eines Kindes und die Ausbildung seiner Gesellschaftsfähigkeit spielt in unserer pädagogischen Arbeit mit den Kindern ebenfalls eine wichtige Rolle. Der Mensch sollte als Einzelner und als Teil unserer Gesellschaft zurechtkommen.

Die Persönlichkeitsförderung setzt bei uns Erziehenden voraus, dass wir die Individualität und Eigenarten eines jeden Menschen akzeptieren und tolerieren.

Da unsere Kindertagesstätte von Kindern mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion, Sprache, Hautfarbe besucht wird, ist es für uns besonders wichtig den Kindern das Verständnis und die Akzeptanz gegenüber Fremdheit und Andersartigkeit zu vermitteln.

Ein gutes, soziales Miteinander wirkt sich auf das Zusammenleben in einer Gemeinschaft und Gesellschaft positiv aus.

Wir möchten den Kindern die Welt mit ihren Erlebnismöglichkeiten und Grenzerfahrungen aufzeigen, damit sie als Erwachsene die wunderbaren Seiten des Lebens ausschöpfen können, aber auch mit den weniger schönen Realitäten zurechtkommen.

Unsere Erziehungsziele setzen voraus, dass wir uns für jedes einzelne Kind und für jede Kindergruppe überlegen, wie die genannten Ziele erreicht werden können. In regelmäßigen Besprechungen wird über die Entwicklung und das Verhalten von einzelnen Kindern/Kindergruppen gesprochen, und unsere Erziehungsziele werden konkretisiert und reflektiert. Auch die darauf abgestimmten Spiel- und Lernangebote an die Gruppe, an eine Teil- oder Interessengruppe werden dort thematisch ausgearbeitet.

 

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